Hochzeitstermine

Bereits das Zweite Mal wurde ich von Balingern gesprochen, die sich über die Unflexibilität des Rathauses geärgert haben.

Im ersten Fall wollten die zukünftigen Eheleute genau ein Jahr nach ihrem ersten Aufeinandertreffen heiraten. Im Zweiten, jetzt ganz aktuellen Fall wollte das Paar genau am 50. Geburtstag des Bräutigams den Bund fürs Leben schließen. In beiden Fällen kam die Absage mit der Begründung, dass man nur am 1. bzw. 3. Samstag des Monats heiraten kann und dieser Wunschtermin nicht in dem Raster liegt.

Meine lieben Mitbürger, welchen Grund sollte es haben, in unserer Dienstleistungsgesellschaft nicht auch einen x-beliebigen Wunschtermin und gegebenenfalls einen x-beliebigen Wunschort für eine Eheschließung zu akzeptieren. Das wäre doch ein echter Ausdruck von Bürgernähe. Meine Frau muss im Notdienst auch rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Ich werde als Kandidat keine großen Versprechungen machen, aber das kann ich Ihnen versprechen: Für den Fall meiner Wahl bekommen zukünftige Eheleute ihren Wunschtermin (wenn es nicht gerade der 24.12. ist) eingeräumt. Und wenn sie nichts dagegen haben, traue ich sie persönlich.

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Eine Antwort auf Hochzeitstermine

  1. ps sagt:

    Nachdem der Schwarzwälder Bote einen Artikel über diesen Eintrag veröffentlicht hat, kommen so seltsame Kommentare wie: “wahrscheinlich sind dann auch trauungen aufm Gleis oder in der bahnhofshalle möglich… der soll sich in Tübingen bewerben, dort wird er vielleicht ernst genommen”, oder “Immer schön an die Bürger denken! Und wer denkt an die Mitarbeiter die ihre freien Samstage dafür opfern müssen?”
    Hierzu habe ich folgenden Kommentar eingestellt:
    “John F. Kenndy hat einmal den Satz geprägt: “Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, frage, was Du für dein Land tun kannst”. In unseren egoistischen Zeiten scheint das wohl, wenn man den Kommentaren glauben darf, nicht sehr gefragt zu sein. Meine Frau betreibt seit jetzt dann 19 Jahren einen Apotheke, arbeitet von Montag bis einschließlich Samstag und hat jeden 12. Tag Notdienst. Ganz selbstverständlich hat sie dann einen ganzen Arbeitstag, hängt den Dienst dran, und wenn es nicht gerade Sonntag ist, folgt der nächste Arbeitstag. Und der Dienst fällt immer mal wieder auf Feiertage, Heilig Abend, 1. Januar, oder 1. Mai. Hier ist das Wort Opfer angebracht und nicht für Mitarbeiter, die jede Überstunde bezahlt oder ausgeglichen bekommen.”

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